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Tagebuch zur 72-Stunden-Aktion vom 14.05. -
17.05.09 |
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Donnerstag, 14.05.09
(geschrieben am 15.05. um 0:45 Uhr)Liebes
Tagebuch,
heute war es endlich soweit. Nachdem uns unser Vermittler Lars Wunsch in den
Räumen des Amtsgebäudes willkommen hieß und die Bedeutung der 72 Sunden und
der Landjugend in der Gemeinde erläuterte hat uns um 18 Uhr unser Agent
Heiner Schultz die Aufgabe mitgeteilt, welche wir innerhalb von 72 Stunden
zu erledigen haben.
Wir sollen bis zum 17.5.2009 um 18 Uhr ein neues Beachvolleyballfeld mit
Tribüne auf dem alten Sportplatz errichten. Des Weiteren sollen wir
dafür sorgen, dass die Flutlichtanlage um zwei Strahler erweitert wird. Und
da so ein Beachvolleyballfeld ohne eine hohe Umzäunung auch nicht so der
Knaller wäre, dürfen wir auch noch dafür sorgen, dass ein sechs Meter hoher
Zaun aufgestellt wird. Auch ein Bestandteil der Aufgabe ist es, am kommenden
Sonntag ein Abschlussfest zu organisieren, bei dem alle Einwohner,
Landjugendmitglieder und auch Interessierte herzlich willkommen sein werden.
Liebes Tagebuch, du siehst, dass ist eine ganz Menge Arbeit die wir
innerhalb von 72 Stunden zu erledigen haben dabei hoffen wir aber auch
weiterhin auf die tolle Unterstützung aus der Gemeinde, sei es moralische,
körperliche oder finanzielle.
Heute haben wir es schon geschafft unsere Unterkunft – ein großes Zelt –
aufzubauen, damit wir immer ein Dach überm Kopf haben. Direkt danach haben
wir alle im Weg stehenden Gegenstände zu Entfernen bzw. zu Beseitigen z.B.
haben wir das Fußballtor ausgegraben und auch die Sträucher ausgegraben.
Zum Schluss des Tages haben wir schon einmal angefangen den vorhandenen
Zaun, bzw. die zusammengeknoteten an Holzstämmen befestigte Drähte zu
entfernen.
So liebes Tagebuch, dass soll es erst einmal für heute gewesen sein, ich
werde dir dann wieder Morgen neues berichten.
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Freitag, 15.05.09
(geschrieben am 16.05. um 01:30 Uhr)
Hallo liebes Tagebuch,
du glaubst gar nicht, was mir heute alles wieder passiert ist. Wie ich dir
gestern schon berichtete sind wir – die Landjugend Nusse – gerade dabei bei
einer 72 Stunden Aktion mitzumachen. Nachdem wir gestern schon bis um 24 Uhr
gearbeitet hatten, sind wir heute Morgen ganz früh um 8 Uhr schon beim
Frühstück gewesen. Bei diesem königlichen Frühstück sorgte ein super
Zeitungsartikel dafür, dass wir uns wahnsinnig gefreut haben.
Durch diese moralische Unterstützung waren wir schon ab 9 Uhr total
motiviert Hand anzulegen. Dieses taten wir zu aller erst, indem wir die Maße
für das auszuhebende Volleyballfeld festlegten und auch abgrenzten. Als wir
dieses nach kurzen sinnlosen Diskussionen hinter uns gebracht hatten, kam
auch schon der Gemeindearbeiter mit seinem riesigen „Volleyballfeldaushebemaschine“,
einige nennen es Trecker, vorbei und fing an die aufgezeichneten Maße
auszuheben.
Und während der Gemeindearbeiter so seine Runden drehte, überraschte uns
eine Superspende der Firma Pieper. Diese Firma spendete uns den gesamten
Maschendrahtzaun, denn wir für die Restauration des alten Zaunes benötigen.
Wir haben uns dann auch gleich ein Lied ausgedacht, bei dem es darum geht,
dass der Maschendrahtzaun in the morning geliefert wurde.
Naja als wir dann diese freudige Nachricht erst einmal verdaut hatten, kam
dann die Arbeit. Denn der gespendete Zaun musste ja nun auch erst einmal
verarbeitet werden. Während sich einige Lajus um den Maschendrahtzaun
kümmerten, besorgen schon wieder andere die Holzbalken für unsere Tribüne.
Und auch das dazugehörige Zubehör.
Als sich dann der Platz des Geschehens im Laufe des Tages auch weiterhin
füllte, sorgten auch weitere kleine Spenden – sei es Aufschnitt,
Grillfleisch oder auch Getränke – für immer bessere Stimmung.
Zu der Zeit bekamen wir auch schon den ersten Besuch einer befreundeten
Landjugend aus Berkenthin mit 5 Mann Besatzung, naja, eigentlich waren es
fünf Frauen, die natürlich erst einmal unsere neu geschaffene Tribüne
einweiten. Das lustige an den Berkenthinern ist, dass die in Berkenthin wohl
nur ein einziges Auto haben, denn die ganze Zeit kamen immer verschiedene
Besucher mit dem gleichen schwarzen Pick Up. Ist wirklich seltsam.
Nachdem wir das gestern entfernte Tor auch wieder in den Boden betonierten
fingen wir sofort an, den „Feinschliff“ am Volleyballfeldaushub
durchzuführen, was natürlich sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Und dann kam
auch unser neuer Landjugendheld Eike Pehmöller mit seinem großen
„Volleyballfeldaushubfeinschleifergerät“ – andere nennen es einen noch
größeren Trecker – vorbei und ackerte bis um 0.30 Uhr.
Während Eike mit seiner Maschine arbeitet, kam auch Besuch aus Mölln. Die
Freiwillige Feuerwehr Mölln kam mit einer Drehleiter in unser kleines
Örtchen Nusse. Einige Mitbewohner befürchteten schon das Schlimmste, als
diese jedoch sahen, dass die Drehleiter benutzt wurde, um die
Flutlichtstrahler an die 9 Meter hohen Pfähle zu montieren waren sie doch
belustigt.
Nach dem Abendbrot ein megagroßes Grillbuffet, welches eher die weiblichen
Lajus organisierten, machten wir uns daran, den von der Firma Möller Bau aus
Einhaus gespendeten Vlies zu verlegen. Ja liebes Tagebuch du liest richtig,
auch der komplette Vlies wurde gespendet. Auch dieses Ereignis wurde mit
großer Begeisterung wahrgenommen.
Als dieser Arbeitschritt dann beendet war und die Kirchenuhr auch schon 21
Uhr schlug, machten wir uns daran mit der „Volleyballfeldeinhubmaschine“ von
Eike Pehmöller bei Flutlicht die 85 m³ gespendeten Sand der Firma Ohle aus
Mölln wieder in das zukünftige Volleyballfeld zu manövrieren.
Da die Uhr schon auf 0.30 Uhr stand, machten wir dann doch schon Feierabend
und saßen noch in einer gemütlichen Runde in unserem Zelt und ließen den
ganzen Tag Revue passieren. Und wir erinnerten uns auch daran, wie uns der
Kai Siemers geholfen hatte die Tribüne aufzubauen und dafür sorgte, dass wir
schon einmal eine sehr nette Sitzmöglichkeit hatten, um den Aufbau des
Volleyballfeldes zu beobachten.
So liebes Tagebuch, auch heute siehst du dass wir ganz fleißig waren und
deshalb muss ich nun Schluss machen, denn meine Äuglein werden ganz müde.
Gute Nacht und wir sehen, hören, schreiben uns wieder Morgen, wenn ich dir
wieder deine Zeilen beschreibe.
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Samstag, 16.05.09
(geschrieben am 17.05. um 00:30 Uhr)Hallo liebes
Tagebuch,
nun sitze ich hier wieder vor dir und versuche mal wieder die Einzelheiten
des Tages innerhalb eines kleinen Textes zusammen zufassen. Der ganze Tag,
steckte wie auch schon die letzten beiden voller Überraschungen.
Heute haben wir – die Landjugend Nusse - uns auch wieder in aller Frühe bei
unserem Projektplatz getroffen, um dort mit einem kräftigen Frühstück den
neuen Arbeitstag einzuläuten.
Als die Stärkung dann so langsam wirkte, haben wir auch gleich wieder
begonnen die Aufgaben zu erledigen, welche wir ja am Donnerstag von Lars
Wunsch und Heiner Schultz gestellt bekommen haben. Nachdem wir ja die halbe
Nacht damit verbracht hatten den Sand von Stelle A nach Stelle B zu
transportieren, begannen wir heute den Sand glatt übers Feld zu verteilen.
Dabei erhielten wir Unterstützung von Hans-Hermann Brügmann aus Poggensee.
Hans-Hermann hat auch zusätzlich unser neues Podest aufgeschaufelt und
glattgezogen.
Während der Trecker die ganze Zeit über den Platz fuhr, begannen wir damit
die Volleyballpfosten zu verlängern, um somit die Stabilität der Pfosten zu
stellen. Dieses hat dann unser guter Freund Theo gemacht, der am
Schweißgerät ein Meister ist.
Als die eben angesprochenen Volleyballpfosten die gewünschte Länge erreicht
hatten begannen wir damit diese Pfosten einzusetzen und auszurichten. Ich
dachte ja immer, dass das so Lala geht, aber da habe ich mich gründlich
getäuscht.
Das Zaunaufbaukommando fuhr zeitgleich schon los und begann damit die
nächsten Bahnen an die Holzpfosten zu nageln. Dieses geschah in ein einem
sehr schnellem Tempo. Da waren ja auch unsere Fachmänner am Werk.
Den ganzen Rest des Abends verbrachten wir damit den Platz schon mal zu
reinigen und die einzelnen kleinen Sandhaufen abzutragen. Nachdem wir dann
auch durch ganz viel Pizza zum Abendbrot gestärkt worden, fuhren wir dann
auch fort mit dem Aufräumen. Dieses taten wir solange wir draußen noch
genügend Sonnenlicht zur Verfügung hatten.
Und als schließlich die Sonne unterging, endete nun auch unser Arbeitstag
und wir saßen noch schön gemütlich in unserem Zelt beisammen und ließen auch
heute wieder die Tage Revue passieren. So und nun bin auch schon wieder
zuhause angekommen. Müde von der Arbeit aber mit einem großen Lächeln auf
den Lippen, denn nun bin ich sicher, dass wir die gesamte Aufgabe innerhalb
der vorgeschriebenen 72 Stunden schaffen werden.
Mit diesem Lächeln auf den Lippen sage ich auch heute wieder gute Nacht
liebes Tagebuch.
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Sonntag, 17.05.09
(geschrieben am 18.05. um 02:10 Uhr)Liebes
Tagebuch,
du glaubst gar nicht was ich heute alles so erlebt habe.
Also heute war das große Finale der 72 Stunden Aktion, an der wir – die
Landjugend Nusse – teilgenommen haben. Nach den vorigen 48 Stunden, an denen
wir so viel gearbeitet haben, war heute noch einmal ein Tag an dem wir so
nen richtigen Schlag reingehauen haben. Heute haben wir den kompletten Zaun
fertig gestellt. Ganze sechs Meter ist er nun hoch. Das haben wir mit den
Treckern gemacht, die wir von einigen Bauern zur Verfügung gestellt bekommen
haben.
Zeitgleich haben wir auch das Plateau in die richtige Form gebracht, damit
dort die hunderttausend Zuschauer Platz finden werden, welche dort in der
nächsten Zeit aufschlagen werden, um die Volleyballmannschaft der Landjugend
Nusse zu unterstützen.
Nachdem der Zaun und das Plateau fertig gestellt wurden, begannen wir damit
die gespendeten Bäume einzupflanzen und die neuen Beete anzulegen, direkt
vor dem neu aufgestellten Zaun. Dazu benutzen wir das Häckselgut, welches
uns die Gemeinde zur Verfügung stellte.
Direkt danach begannen wir damit den gesamten Platz aufzuräumen und die
Abschlussfeier vorzubereiten. Dieses dauerte natürlich seine Zeit, da wir
versuchten alles hübsch und ordentlich zu machen, damit sich unsere Gäste
wohlfühlten.
Als die Uhr dann schon fünf vor sechs schlug und der ganze Platz noch immer
leer war, bekamen wir alle einen Schrecken. Als jedoch dann die
Menschenmenge mit 200 bis 250 Personen auf den Platz stürmten, fiel uns ein
Stein vom Herzen. Nachdem wir dann noch ein paar Ansprachen erhielten und
den besondern Helfern mit kleinen Geschenken unseren Dank aussprachen,
erklärte unser Agent Heiner die Aufgabe für gelungen und eröffnet das Fest.
Dieses Fest dauerte bis in die Morgenstunden. Bei diesem Fest wurde schön
gegrillt und getrunken und vor allem viel geschnackt.
So liebes Tagebuch nun sind diese 72 Stunden vorbei und das Büchlein ist
auch schon fertig geschrieben. Ich freue mich schon darauf, das nächste
Büchlein mit meinen Eindrücken von solchen Aktionen zu beschreiben und
wünsche dir noch eine gute Nacht.
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